Spielverhalten der Schweine
Zwischen Spielverhalten und Erkundungsverhalten
besteht eine enge Korrelation. Schweine sind sehr neugierige Tiere
und erforschen ihre Umgebung sehr genau. In der Vergangenheit ist
das Spielverhalten von Schweinen jedoch nicht ausreichend beleuchtet
worden.
Zwar wurde vielfach plakativ geäußert, dass Schweine
auch ein Spielverhalten haben, genauer darauf eingegangen ist man
in der Wissenschaft und Literatur jedoch nicht. Da das Halten von
Schweinen auch primär auf die Fleischgewinnung abzielt, schien
es den Haltern und Verhaltensforschern als unwichtig. In jüngster
Zeit bemühen sich die Wissenschaftler aber eingehender um die
Erkundung des Spielverhaltens auch bei Schweinen, weil das Spielverhalten
ein enorm wichtiger Parameter für das Wohlbefinden der Tiere
ist.
Gerade bei Ferkeln kann man dieses Spielverhalten
gut beobachten. Sie rennen gerne eine kürzere Strecke bzw.
im Kreis herum. Auch hüpfen Ferkel sehr gerne und schlagen
Haken. Vermehrt geschieht dies innerhalb einer Gruppe von Ferkeln.
Insgesamt entfernen sie sich dabei jedoch nicht sehr weit von dem
Muttertier. Auch sind kleine Raufereien ein Ausdruck von Spiel,
wobei es allerdings nicht selten auch in Ernst übergehen kann.
Auch bei älteren Tieren findet man dieses Verhaltensrepertoir.
Sie hüpfen und machen kleinere Luftsprünge, beschäftigen
sich mit Stroh oder anderen Gegenständen, reißen Grasbüschel
aus und zeigen dabei das wohlbekannte Verhalten des Beuteschütteln.
Insgesamt kann daher festgehalten werden, dass Schweine
ein außerordentliches Bedürfnis an Bewegung haben, welches
unter den heutigen Haltungsformen leider in keinster Weise gewürdigt
wird. Die Beschränkung des Schweins auf kleinstem Raum, ohne
Stroh, Gras, Sonnenlicht erscheint unter diesem Aspekt umso grausamer.
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mit Nachwuchs-Sorge

Schweine sind sehr neugierig.
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